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LEXIKONMaschinenbauteile

Drehkranz

Auch genannt: Drehverbindung, Großwälzlager, Kugeldrehverbindung

Ein Wälzlager großen Durchmessers, das den Oberwagen eines Baggers gegenüber dem Unterwagen drehen lässt und dabei das gesamte Maschinengewicht sowie das Biegemoment eines belasteten Auslegers trägt.

Was das Bauteil leistet

Der Drehkranz ist die einzige Verbindung zwischen allem, was sich dreht, und allem, was steht. Er nimmt die Axiallast aus der Masse der Maschine auf, die Radiallast aus dem Ausleger und ein sehr großes Kippmoment, wenn die Maschine bei voller Reichweite gräbt – alles gleichzeitig, über ein einziges Lager, das einen Meter oder mehr messen kann. Die meisten tragen eine integrierte Verzahnung, innen oder außen, angetrieben von einem hydraulischen Drehwerksmotor. Bei Baggern mittlerer Größe liegen die Durchmesser etwa zwischen 700 und 1400 mm.

Warum daraus ein Objekt wird

Er ist bereits ein fertiger Kreis: zwei konzentrische Ringe, eine Laufbahn, ein Lochkreis und ein Zahnkranz, alles aus der Funktion heraus entschieden und nicht gestaltet. Ausgemustert wird meist wegen Laufbahnverschleiß oder Zahnschäden, lange bevor die Struktur beeinträchtigt ist; ein ausgemusterter Kranz ist deshalb maßhaltig und trägt eine lesbare Betriebsgeschichte – blank polierte Laufbahnen, ungleichmäßiger Zahnverschleiß, der die vom Fahrer am häufigsten genutzten Bögen zeigt. Seine Geometrie macht ihn zur naheliegenden Basis für eine runde Tischplatte.

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