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LEXIKONMaschinenbauteile

Gelenkbolzen

Auch genannt: Auslegerbolzen, Löffelbolzen, Anlenkbolzen, Bolzen

Eine gehärtete und geschliffene Stahlwelle, die das Gelenk zwischen zwei tragenden Bauteilen einer Maschine bildet – Ausleger zu Stiel, Stiel zu Löffel, Zylinder zu Lagerbock – und die gesamte Last über eine einzige Achse überträgt.

Was er leistet

Jedes Gelenk an einem Bagger ist eine Bolzenverbindung, und jeder Bolzen trägt die volle Arbeitslast zweischnittig, während er sich unter dieser Last langsam dreht. Der Stahl ist meist einsatz- oder induktionsgehärtet mit zähem Kern, anschließend auf Maß geschliffen, und läuft in einer Bronze- oder Verbundbuchse, die nach Schmierplan abgeschmiert wird. Bolzendurchmesser liegen bei mittelgroßen Maschinen zwischen 60 und 120 mm; größere Maschinen verwenden Bolzen, die zwei Personen nicht heben können.

Warum er zum Objekt wird

Ein Bolzen ist ein reiner Zylinder, geschliffen und poliert, mit Schmierbohrungen, einer angefrästen Sicherungsfläche und an einem Ende häufig einem Ansatz für das Sicherungsblech. Der Kontrast zwischen einer spiegelnd geschliffenen Welle und der groben Schweißkonstruktion, die er verband, ist schroff, und genau darin liegt der Grund, warum ein Bolzen als Objekt funktioniert. Ausgemustert werden sie bei Unrundheit oder Riefenbildung, und dann ist der Verschleiß als Abflachung auf einer Seite sichtbar – ein Beleg für die Lastrichtung, denn ein Bolzen dreht sich nur über einen begrenzten Winkel und trägt die Last immer im selben Quadranten.

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