LEXIKONMaschinenbauteile
Leitrad
Auch genannt: Umlenkrad, Spannrad, Führungsrad
Das nicht angetriebene Rad am vorderen Ende eines Kettenlaufwerks, das die Raupenkette führt, ihren Lauf festlegt und sie über den dahinter liegenden Kettenspanner auf Betriebsspannung hält.
Was das Bauteil leistet
Anders als der Turas überträgt das Leitrad keinen Antrieb. Seine Aufgabe ist geometrisch: Es legt fest, wo die Kette den Boden verlässt, führt sie auf die Laufrollen und nimmt den Stoß auf, wenn die Maschine ein Hindernis überfährt. Es läuft auf einer feststehenden Achse in einer abgedichteten, ölgefüllten Nabe und sitzt in einer Gabel, die im Laufwerksrahmen gleitet und vom Kettenspanner nach vorn gedrückt wird. Der mittlere Führungsbund liegt zwischen den Kettengliedern und übernimmt die eigentliche Führung.
Warum daraus ein Objekt wird
Ein Leitrad ist ein massives geschmiedetes oder gegossenes Stahlrad mit Bund und zwei breiten Laufflächen, und der Verschleiß sagt genau, wie es gelebt hat: Die Laufflächen polieren sich dort spiegelblank, wo die Kettenglieder liefen, der Bund verschleißt einseitig, wenn die Maschine gewohnheitsmäßig in eine Richtung wendete, und die Kanten runden sich im abrasiven Boden ab. Ausgemustert wird wegen Laufflächenverschleiß oder Dichtungsschaden, der Körper bleibt also unversehrt. Die Form ist symmetrisch, schwer und in sich abgeschlossen.
