LEXIKONMaschinenbauteile
Kettenspanner
Auch genannt: Kettenspannvorrichtung, Spannzylinder, Spannfeder
Ein fettgefüllter Zylinder, der gegen eine schwere Schraubenfeder arbeitet, das Leitrad nach vorn drückt, die Raupenkette auf Betriebsspannung hält und Stöße aufnimmt, wenn Fremdkörper die Kette blockieren.
Was das Bauteil leistet
Die Kettenspannung ist ein Kompromiss: zu locker, und die Kette springt ab; zu straff, und das ganze Laufwerk verschleißt schnell. Die Spannvorrichtung stellt sie ein, indem Fett in einen kleinen Zylinder gepresst wird, der gegen die Leitradgabel ausfährt. Hinter dem Zylinder sitzt die Spannfeder – eine große Schraubenfeder, oft mit mehreren Tonnen vorgespannt –, die das Leitrad kurz zurückweichen lässt, wenn ein Stein in die Kette gezogen wird, und es danach wieder nach vorn drückt. Ohne sie würde eine Blockade etwas zerstören.
Warum daraus ein Objekt wird
Die Spannfeder ist ein wirklich beunruhigendes Bauteil: eine Schraubenfeder aus schwerem Stabstahl unter enormer gespeicherter Energie, weshalb ihr Ausbau ein geregelter Ablauf ist und nie von Hand erfolgt. Ausgemusterte Federn werden entspannt, geprüft und sind im entlasteten Zustand schlicht eine große Wendel aus dickem Stahl mit erhaltenem Zunder und Lack. Die Form ist sofort als Feder lesbar, und im Möbelmaßstab leistet die Wendel etwas, das keine Schweißkonstruktion leistet – sie wirkt selbst in Ruhe zusammengedrückt.
