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LEXIKONMaschinenbauteile

Turasrad

Auch genannt: Turas, Antriebsturas, Kettenantriebsrad

Das verzahnte Rad am hinteren Ende eines Kettenlaufwerks, das über den Eingriff in die Buchsen der Raupenkette das Drehmoment des Hydraulikmotors in Kettenbewegung umsetzt.

Was das Bauteil leistet

Der Turas ist der einzige angetriebene Kontakt zur Kette. Seine Zähne greifen in die Buchsen zwischen den Kettengliedern, das Zahnprofil ist deshalb auf Buchsendurchmesser und Kettenteilung ausgelegt und nicht auf ein Gegenrad. Er ist am Fahrantrieb verschraubt, einem von einem Hydraulikmotor angetriebenen Planetengetriebe, und nimmt das volle Drehmoment der Maschine in beiden Richtungen auf. Die Zähnezahl ist meist niedrig – oft unter fünfundzwanzig –, weil die Untersetzung bereits davor stattgefunden hat.

Warum daraus ein Objekt wird

Turaszähne verschleißen zu hakenförmigen, asymmetrischen Profilen, und die Richtung des Hakens hält fest, ob die Maschine ihr Leben vorwärts oder rückwärts fahrend verbracht hat. Weil der Eingriff gegen eine Buchse und nicht gegen ein Gegenrad erfolgt, ist der Verschleiß auf einer Flanke am stärksten, was die Asymmetrie ausgeprägt und lesbar macht. Turasräder werden allein wegen des Zahnprofils gewechselt, Nabe und Radscheibe kommen daher strukturell unversehrt an, und die verbleibende Form ist ein dichter radialer Stern mit deutlichem Zentrum.

Objekte aus diesem Bauteil