LEXIKONMaschinenbauteile
Baggerzahn
Auch genannt: Löffelzahn, Zahnspitze, Grabzahn
Eine austauschbare Spitze aus Stahlguss an der Löffelschneide eines Baggers, die die Losbrechkraft auf eine kleine Fläche bündelt und im Betrieb verbraucht wird, damit der Löffel es nicht wird.
Was das Bauteil leistet
Zähne sind Verschleißteile. Sie sitzen auf angeschweißten Zahnhaltern entlang der Löffelschneide und werden von einem Bolzen oder einem Sicherungskeil gehalten, sodass sie sich vor Ort in Minuten wechseln lassen. Ihr Zweck ist es, die Losbrechkraft der Maschine auf eine schmale Kontaktfläche zu konzentrieren – eine bloße Schneide müsste die gesamte Breite des Materials auf einmal verdrängen – und die Abrasion aufzunehmen, die sonst die Schneide zerstören würde. Die Profile richten sich nach dem Boden: spitze Zähne für schweres Graben, breite Zähne für das Laden von losem Material.
Warum daraus ein Objekt wird
Weil ein Zahn dafür ausgelegt ist, verbraucht zu werden, ist ein ausgemusterter Zahn fast reines Verschleißprotokoll. Das ursprüngliche Gussprofil überlebt an der Wurzel und verschwindet an der Spitze vollständig, ein einzelner Zahn zeigt also zugleich seine gefertigte Geometrie und die Form, die der Boden ihm gegeben hat. Sie werden aus legiertem Stahl mit hohem Kohlenstoffgehalt gegossen und vergütet, sind also dicht, hart und für ihre Größe schwer – ein kompaktes Objekt mit ungewöhnlicher Masse, und genau das lässt einen kleinen Zahn als Basis eines Beistelltischs funktionieren.

