HEAVY ARTSWUCHT, VEREDELT.
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LEXIKONMaterialien und Oberflächen

Verschleißblech

Auch genannt: Hardox, Verschleißstahl, verschleißfester Stahl, Dillidur, XAR, Raex, Brinar

Vergüteter niedriglegierter Stahl, der über die Härte statt über die Streckgrenze festgelegt wird – typisch 400 bis 500 Brinell – und überall dort eingesetzt wird, wo gleitende Abrasion gewöhnlichen Baustahl zerstören würde.

Wie es hergestellt und eingeteilt wird

Das Blech wird auf Austenitisierungstemperatur erwärmt, rasch abgeschreckt, sodass Martensit entsteht, und anschließend bei niedriger Temperatur angelassen, um Zähigkeit zurückzugewinnen. Das Ergebnis wird nach der Härte eingeteilt: AR400, AR450 und AR500 sind die üblichen Stufen, gegenüber rund 120–180 HB bei gewöhnlichem Baustahl. Hardox ist ein schwedischer Handelsname, der zur Gattungsbezeichnung geworden ist; Raex, Dillidur, XAR und Brinar sind gleichwertige Produkte anderer Hüttenwerke.

Die Bearbeitung, und warum sie zählt

Härte schneidet in beide Richtungen. Das Blech lässt sich mit konventionellen Werkzeugen nicht trennen – nur mit Plasma, Laser oder Wasserstrahl –, und zum Bohren braucht es Hartmetall. Das Schweißen verlangt kontrollierte Wärmeeinbringung und oft Vorwärmen, weil das martensitische Gefüge empfindlich gegen Wasserstoffrisse ist und die Wärmeeinflusszone örtlich erweicht. Für das Kaltbiegen gilt ein Mindestradius von mehreren Blechdicken. Jede einzelne dieser Einschränkungen kostet bei jedem daraus gebauten Objekt Stunden, und das ist ein wesentlicher Teil des Grundes, warum solche Arbeit teuer ist.