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Glasdicke für Tischplatten: wie dick, welcher Typ, und warum die Kante am wichtigsten ist

Zehn, zwölf, fünfzehn oder neunzehn Millimeter. Die Zahl hängt von Spannweite und Auflagerung ab, nicht von der Größe des Tisches – und der Schaden, der tatsächlich eintritt, ist fast nie ein Bruch in der Spannweite.

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Glasdicke für Tischplatten: wie dick, welcher Typ, und warum die Kante am wichtigsten ist
Konzeptrendering – Produktionsstücke in Arbeit

01Einscheibensicherheitsglas, Verbundglas oder nicht vorgespanntes Glas

Nicht vorgespanntes Glas ist gewöhnliches Floatglas; es bricht in große scharfe Scherben und ist für jede horizontale Fläche ungeeignet, die benutzt wird. Einscheibensicherheitsglas (ESG), also vollständig thermisch vorgespanntes Glas, wird wärmebehandelt, um die Oberflächen unter Druckspannung zu setzen; das ergibt etwa die vier- bis fünffache Biegefestigkeit und ein Bruchbild aus kleinen stumpfen Krümeln. Verbundglas verklebt zwei Scheiben mit einer Zwischenschicht und hält im Bruchfall zusammen. Für einen Couchtisch ist Einscheibensicherheitsglas die übliche Spezifikation und das, was Sicherheitsnormen bei stoßgefährdeten Möbeln erwarten. Vorgespanntes Verbundglas ist die doppelt abgesicherte Variante: schwerer, dicker und erheblich teurer.

02Die Dicke folgt der Spannweite zwischen den Auflagern

Die maßgebende Größe ist die freie Spannweite, nicht die Tischlänge. Als Arbeitsregel: 10 mm ESG eignet sich für Spannweiten bis etwa 700 mm, 12 mm bis etwa 1000 mm, 15 mm bis rund 1300 mm, darüber 19 mm. Eine 1400 mm große Platte, die durchgehend auf einer langen Stahlstruktur aufliegt, kann dünner sein als eine 900 mm große Platte, die auf zwei kleinen Auflagern ruht, weil die Auflager eine lange, nicht unterstützte Diagonale offenlassen. Deshalb legen wir das Glas objektweise fest und nicht nach Größe, und deshalb steht die Geometrie der Basis fest, bevor das Glas bestellt wird.

Glas versagt nicht dort, wo es sich biegt. Es versagt an einer angeschlagenen Kante, die Sie vor Monaten aufgehört haben zu bemerken.

03Die Kante ist die Stelle, an der Platten tatsächlich versagen

Einscheibensicherheitsglas ist außerordentlich biegefest und zugleich an der Kante verletzlich, denn das Vorspannen hinterlässt die Oberfläche unter Druckspannung und den Kern unter Zugspannung, und ein Ausbruch, der durch die Druckzone hindurchreicht, setzt diese gespeicherte Energie frei. Das ist der Mechanismus hinter Platten, die scheinbar spontan zerspringen – der Schaden entstand meist früher durch einen Stoß auf die Kante. Verlangen Sie polierte und gesäumte Kanten, vermeiden Sie jedes Detail, das einen harten Gegenstand mit der Kante in Berührung bringt, und behandeln Sie einen sichtbaren Ausbruch als Grund, die Scheibe zu ersetzen, nicht als kosmetische Beanstandung.

04Auflager, Klötze und der Fehler Metall auf Glas

Glas darf niemals unmittelbar auf Stahl aufliegen. Punktberührung konzentriert die Spannung und erzeugt genau jene Oberflächenschäden, die später zum Versagen führen. Setzen Sie an jedem Auflagerpunkt Klötze aus EPDM, Neopren oder Silikon ein, so bemessen, dass sich die Last verteilt, und richten Sie sie so aus, dass die Scheibe keine ungleichmäßige Auflagerung überbrücken muss. Ist die Basis unregelmäßig – ein Maschinenbauteil und kein gefertigter Rahmen –, wird jeder Auflagerpunkt einzeln unterlegt, und das ist langsame Arbeit, die die Fertigungsdauer eines Stücks spürbar beeinflusst. Klare Silikonpunkte verhindern außerdem, dass die Scheibe verrutscht, was bei einer schweren Platte zählt, die niemand neu ausrichten möchte.

05Klar oder rauchgrau, und der praktische Unterschied

Klarglas zeigt die Struktur darunter vollständig und zeigt jeden Fingerabdruck mit derselben Aufrichtigkeit. Rauchglas oder grau durchgefärbtes Glas verringert die Transmission, dämpft die Basis leicht und verbirgt Spuren im täglichen Gebrauch deutlich besser. Beide sind nach derselben Norm vorgespannt, es ist also eine Entscheidung über Erscheinung und Pflege und keine über Festigkeit. Bei einer Basis, die es zu sehen lohnt, ist Klarglas in einem Raum mit gutem Licht meist richtig; Rauchglas ist die bessere Wahl in einem hellen, nach Süden gerichteten Raum, in dem Reflexionen das Objekt darunter sonst flach erscheinen ließen.

Objekte in dieser Notiz

Ovaler Tisch BOGIE 125 mit drei Laufrollen aus dem Laufwerk in einem brutalistischen Wohnraum.

BOGIE 125

Couchtisch
HA–03
Runder Tisch SLEW 110 aus dem Drehkranz eines Baggers in einem hellen Wohnraum.

SLEW 110

Couchtisch
HA–06
Tisch TRACK 140 aus einem Kettenabschnitt mit Glas, in einem warmen brutalistischen Wohnraum.

TRACK 140

Couchtisch
HA–07

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